Die sechs Diener

Langnek

Es war einmal eine alte Hexe, die durch ihre bösen Zauberkünste Königin geworden war. Sie hatte eine Tochter, die lieb und schön war. Die Hexe konnte das nicht ertragen und sperrte sie deshalb in einen Turm ein. Jeder Prinz, der sie heiraten wollte, musste drei Aufgaben erfüllen. Schaffte er es nicht, war es um ihn geschehen. Die Hexe stellte natürlich unmögliche Aufgaben und von keinem der Prinzen hat man jemals wieder etwas vernommen. Aber es gab noch einen Prinzen. Er hatte gehört, wie unglaublich schön die Tochter der Hexe war, und beschloss, sein Glück zu versuchen. Unterwegs traf er sechs Männer. Jeder von ihnen hatte eine sonderbare Eigenschaft. Der eine war so dick, dass er die ganze Welt aufessen konnte. Ein zweiter konnte alles auf der ganzen Welt hören. Der dritte hatte Beine, die so lang waren, dass er in zwanzig Schritten um die ganze Welt laufen konnte; der vierte hatte ein scharfes Auge, das mit einem Tuch abgedeckt war. Wenn das Tuch abgenommen wurde, zersprang alles, was er ansah, in tausend Stücke. Der fünfte war ein Mann, dem immer so kalt war, dass ihn kein Feuer wärmen konnte. Der sechste Mann hatte einen so langen Hals, dass er die halbe Welt überblicken konnte. Alle diese Männer wurden Diener des Prinzen und gemeinsam mit ihm machten sie sich auf den Weg zur bösen Hexe. Auch der Prinz musste drei Aufgaben erfüllen. Was denkt ihr? Wird er es mit Hilfe seiner besonderen Freunde schaffen?


Langhals, einer der sechs Diener, ist im Märchenwald überlebensgroß dargestellt. „Die sechs Diener“ gehört zu den zehn Märchen der ersten Stunde.

Efteling Die sechs Diener
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